Kirche in Waldenburg
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 KIRCHENNACHRICHTEN

August und September 2026

für die Gemeinde Waldenburg, mit den Orten Franken, Schlagwitz, Schwaben, Dürrenuhlsdorf, Ziegelheim,

Niederwinkel, Oberwinkel/Ebersbach

hier den Gemeindebrief als PDF laden...

Monatsspruch_August.png

 

Pfarrer Albrecht MattäusLiebe Gemeinde,

was macht ein gutes Leben aus? Wie komme ich dahin, dass ich gern lebe und mich auf meine Tage auf dieser Welt freue? Und: Kann ich, wenn ich aus dieser Welt scheide, sagen, dass ich ein gutes Leben hatte?

Diese Fragen kommen im Alltag eher selten vor. Da braucht man schon ein wenig Muße und Abstand vom Tagesgeschehen, damit man diese Gedanken nicht wegwischt, sondern zulässt.
Die Zeit, die jetzt vor uns liegt und die dieser schöne Gemeindebote umspannt, ist dafür aber, meine ich, gut geeignet. Mir geht es zumindest so, wenn ich aus dem Urlaub wieder nach Hause komme. Da kommen schon Fragen à la „Bin ich glücklich?“ hoch.

Ich verstehe jeden, der sich dann ungern darauf einlässt. Denn die Beantwortung dieser Frage, vor allem dann, wenn sie negativ ist, kann ziemlich runterziehen.
Aber gerade dann sollte man sich doch fragen, was kann oder besser was sollte anders in meinem Leben laufen?

Hier kommt ein wunderbarer Vers von Jesus dazu, der Monatsspruch für den August ist:

Jesus Christus spricht:
Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.
(Johannes 10, 10)

Was meint Jesus damit?
Jesus meint, dass es einen Hunger in uns gibt – einen Hunger nach Leben. Um diesen zu befriedigen, können wir unser Leben vollstopfen. Der eine meint, wenn er eindrückliche Erlebnisse und großartige Erinnerungen sammelt, dann wird sein Leben lebenswert; der andere denkt, wenn er nur sein ganzes Leben tätig ist und sich keine Ruhe gönnt, sei sein Leben ausgelastet und voll; wieder andere meinen sehnsuchtsvoll, wenn sie nur dieses Eine noch bekommen würden – zum Beispiel Geld, Arbeit, einen Partner, Kinder – dann wäre ihr Leben vollständig.

Aber all das befriedigt die innere Lehre in uns nicht. Man wird dadurch nicht gefüllt, nicht – wie es die Bibel nennt – „lebenssatt“.

Ein Christ aus Asien hat es mal so beschrieben: „Wir Asiaten haben gefühlt zwei Mägen: in den einen kommt alles Mögliche rein: Fleisch, Gemüse, Fisch, Soßen und so weiter. Der andere Magen ist nur für Reis. Wenn wir diesen Reismagen nicht füllen, werden wir nicht satt, da können wir noch so viel anderes essen. Nur, wenn wir Reis essen haben wir ein Sättigungsgefühl“.

Ich denke mit dem Glauben ist es ähnlich. Solange wir den Teil in uns, der nach einer Beziehung zu Gott verlangt, ignorieren und nicht versorgen, werden wir in diesem Leben immer hungrig und ungesättigt bleiben. Wir können unsere Tage voll, ja überfüllt machen mit allem Möglichen – aber wir werden nicht zufrieden dadurch.

Und um ein Bedenken gleich aus dem Wege zu räumen: Ein Leben mit Gott ist alles andere als langweilig. Im Gegenteil: es ist aufregend, herausfordernd und anstrengend.

Aber es ist vor allem eins: wundervoll und befriedigend. Ein Leben in Fülle.

Wenn Euch Euer Leben also trist und wenig erfüllend erscheint: Kommt zum Gottesdienst. Erlebt, wie Gott Euch satt machen kann!

Ich wünsche Euch und Euern Lieben einen herrlichen Sommer, wer fährt, dem wünsche ich einen erlebnisreichen und entspannten Urlaub und ein sicheres Wiederankommen.

Bleibt Gott befohlen und behütet!
Euer Pfarrer Matthäus